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Montag, 02. Mai 2011 10:55 Uhr
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HANDBALL
„Südstaffel wäre uns lieber“
02.05.2011 - RHEINHESSEN
AUSBLICK Nieder-Olmer Teammanager Mathias Solms will mehr ehrenamtliche Helfer für neue Liga rekrutieren

NIEDER-OLM. Die Meisterschaft in der Handball-Oberliga ist entschieden. Der TV Nieder-Olm hat sich gestern mit einem Sieg über die HSG Eckbachtal den Titel gesichert (siehe auch oben stehenden Artikel). Die AZ sprach mit Teammanager Mathias Solms.
 

Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft. Was machte in dieser Saison letztlich den Unterschied gegenüber den Verfolgern?

In der Mannschaft stimmt einfach die Chemie. Es gibt keine Grüppchenbildung, alle treten zusammen als Team auf. Ich bin seit 1982 im Verein aktiv, selten gab es eine Mannschaft, in der die Stimmung so gut war.
 

In diesem Jahr hat man als Meister das Wahlrecht, ob man in die Dritte Liga aufsteigen will oder nicht. Der Verein hat sich für den Aufstieg entschlossen. Eine leichte Entscheidung?

Die Entscheidung fiel einstimmig. Wichtig war für uns, dass wir die Mannschaft in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen. Hier gab es ein klares Signal, dass die Spieler mitziehen.
 

Um wie viel höher liegt das Budget gegenüber der Oberliga?

Wir gehen im Moment von Mehrkosten in Höhe von zirka 10000 Euro aus. Hier geht es vor allem um die höheren Kosten für zum Beispiel Schiedsrichter und offizielle Zeitnehmer. Nach den bisherigen Gesprächen sind wir optimistisch, dafür neue Sponsoren an Land ziehen zu können.
 

Und die Fahrtkosten?

Am 21. Mai wird sich entscheiden, ob wir in der West- oder Südstaffel an den Start gehen. Letztere wäre uns wesentlich lieber, die Wege sind hier nur unwesentlich länger als in der damaligen Regionalliga.
 

Der Bürgermeister von Nieder-Olm, Dieter Kuhl (SPD), bezeichnete den Verein im Anschluss an die Partie als „sportliche Visitenkarte der Stadt“ und versprach jede mögliche Unterstützung für das Unternehmen Dritte Liga. Was könnte das konkret bedeuten?

Dass die Verwaltungsspitze hinter uns steht, ist in jedem Fall sehr wichtig. In der Dritten Liga muss laut Statuten das Harzverbot in der Halle aufgehoben werden. Vor allem hier erhoffen wir uns Unterstützung von der Ortsgemeinde, um dies zu realisieren.
 

In wie weit müssen sich die Strukturen im Verein durch den Aufstieg ändern?

Wir werden deutlich mehr Helfer benötigen, um den Ablauf an Spieltagen bewerkstelligen zu können. Hier müssen wir uns im ehrenamtlichen Bereich auf jeden Fall breiter aufstellen.
 

Und was den Spielerkader betrifft?

Wir sind mit mehreren potentiellen Neuzugängen in Gespräch. Jetzt, wo der Aufstieg perfekt ist, sind die Verhandlungen leichter. Klar ist aber auch: Das Gehaltsgefüge in der Mannschaft wird sich nicht verändern. Aktuell haben wir für nächstes Jahr einen Kader von zwölf Spielern. Selbst ohne Neuzugänge sehe ich uns gut aufgestellt.
 

Das Interview führte Mathias Schubert
 

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Teammanager Mathias Solms ist 
optimistisch, weitere Sponsoren zu 
finden. Foto: hbz/Sämmer
 
 

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