| AUSBLICK Nieder-Olmer
Teammanager Mathias Solms will mehr ehrenamtliche Helfer für neue
Liga rekrutieren
NIEDER-OLM. Die Meisterschaft
in der Handball-Oberliga ist entschieden. Der TV Nieder-Olm hat sich gestern
mit einem Sieg über die HSG Eckbachtal den Titel gesichert (siehe
auch oben stehenden Artikel). Die AZ sprach mit Teammanager Mathias Solms.
Herzlichen Glückwunsch
zur Meisterschaft. Was machte in dieser Saison letztlich den Unterschied
gegenüber den Verfolgern?
In der Mannschaft stimmt
einfach die Chemie. Es gibt keine Grüppchenbildung, alle treten zusammen
als Team auf. Ich bin seit 1982 im Verein aktiv, selten gab es eine Mannschaft,
in der die Stimmung so gut war.
In diesem Jahr hat man
als Meister das Wahlrecht, ob man in die Dritte Liga aufsteigen will oder
nicht. Der Verein hat sich für den Aufstieg entschlossen. Eine leichte
Entscheidung?
Die Entscheidung fiel einstimmig.
Wichtig war für uns, dass wir die Mannschaft in den Entscheidungsprozess
mit einbeziehen. Hier gab es ein klares Signal, dass die Spieler mitziehen.
Um wie viel höher
liegt das Budget gegenüber der Oberliga?
Wir gehen im Moment von Mehrkosten
in Höhe von zirka 10000 Euro aus. Hier geht es vor allem um die höheren
Kosten für zum Beispiel Schiedsrichter und offizielle Zeitnehmer.
Nach den bisherigen Gesprächen sind wir optimistisch, dafür neue
Sponsoren an Land ziehen zu können.
Und die Fahrtkosten?
Am 21. Mai wird sich entscheiden,
ob wir in der West- oder Südstaffel an den Start gehen. Letztere wäre
uns wesentlich lieber, die Wege sind hier nur unwesentlich länger
als in der damaligen Regionalliga.
Der Bürgermeister
von Nieder-Olm, Dieter Kuhl (SPD), bezeichnete den Verein im Anschluss
an die Partie als „sportliche Visitenkarte der Stadt“ und versprach jede
mögliche Unterstützung für das Unternehmen Dritte Liga.
Was könnte das konkret bedeuten?
Dass die Verwaltungsspitze
hinter uns steht, ist in jedem Fall sehr wichtig. In der Dritten Liga muss
laut Statuten das Harzverbot in der Halle aufgehoben werden. Vor allem
hier erhoffen wir uns Unterstützung von der Ortsgemeinde, um dies
zu realisieren.
In wie weit müssen
sich die Strukturen im Verein durch den Aufstieg ändern?
Wir werden deutlich mehr
Helfer benötigen, um den Ablauf an Spieltagen bewerkstelligen zu können.
Hier müssen wir uns im ehrenamtlichen Bereich auf jeden Fall breiter
aufstellen.
Und was den Spielerkader
betrifft?
Wir sind mit mehreren potentiellen
Neuzugängen in Gespräch. Jetzt, wo der Aufstieg perfekt ist,
sind die Verhandlungen leichter. Klar ist aber auch: Das Gehaltsgefüge
in der Mannschaft wird sich nicht verändern. Aktuell haben wir für
nächstes Jahr einen Kader von zwölf Spielern. Selbst ohne Neuzugänge
sehe ich uns gut aufgestellt.
Das Interview führte
Mathias Schubert
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